Vortrieb unter der BAB 42 mit Kampfmittelerkundung an der Ortsbrust

26. Juli 2019

Grube Bottrop
Blick in die Startgrube mit 18 m Tiefe und 15 m Durchmesser

Ab Anfang August fahren wir im Auftrag der Emschergenossenschaft für das Projekt SKU BOT-Essener Str., EZG4 einen Druckluftvortrieb auf. Zum Einsatz kommt unsere Vortriebsmaschine DN1800/DA2240 mit offenem Haubenschild. Die Trassierung führt hierbei unter der Autobahn BAB42 und deren Zubringer hindurch.


Die Vortriebstrasse liegt im Gefährdungsband für Kampfmittel.

Wegen der vorhandenen Autobahn ist eine vertikale Kampfmittelsondierung über Bohrlochdetektion nicht ausführbar.

In Abstimmung mit dem Bauherrn, der zuständigen Bezirksregierung und unserer Berufsgenossenschaft kommt stattdessen das INN-Verfahren zur Kampfmittelsondierung zum Einsatz.

Es handelt sich dabei um ein neues, speziell für den Rohrvortrieb entwickeltes Verfahren. INN steht für Impuls-Neutron-Neutron. Es werden Neutronen in den Baugrund emittiert, die Reflektionen zeigen Dichteunterschiede zwischen dem ungestörten Baugrund und Störkörpern auf. Spezialisten vor Ort werten die Messungen aus und stellen die Kampfmittelfreiheit fest. So wird für jedes Vortriebsrohr der Baugrund erkundet und es ist eine sichere Durchführung der Vortriebsarbeiten gewährleistet.

Dieses Verfahren der Kampfmittelsondierung stellt einen weiteren Vorteil der offenen Schilde dar.